PayPal plant offenbar eigene Kryptowährung

Etwaigen Berichten zufolge plant der bekannte und beliebte Bezahldienst PayPal eine eigene Kryptowährung. Damit würde PayPal sein Geschäft und seinen Dienst abermals um einen weiteren Service erweitern. Alle, die auf eine künftige und eventuell durchaus vielversprechende Kryptowährung hoffen oder ohnehin gerne PayPal nutzen, um beispielsweise in einem Top PayPal Casino zu spielen, sollten das Thema verfolgen. 

Inzwischen hat der Vize-Präsident für Digitalwährungen bei PayPal, Josè Fernandez, die Berichte gegenüber Bloomberg sogar bestätigt. Damit lässt sich zwar aktuell noch nicht abschätzen, wie weit PayPal mit seinen mutmaßlichen Plänen für eine eigene Kryptowährung tatsächlich ist. Dennoch bleibt das Thema spannend. Einziger Wermutstropfen für Nutzer aus Deutschland dürfte dagegen eine gewisse Gewohnheit PayPals sein. So führt der Bezahldienst neue Funktionen zunächst gerne in anderen Ländern wie den USA oder Großbritannien ein. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Möglichkeit für Nutzer aus den USA und Großbritannien, bereits jetzt mittels PayPal mit einigen Kryptowährungen handeln zu können.

Quellcode als Hinweis für eine eigene PayPal Kryptowährung

Erste Hinweise auf eine PayPal-Kryptowährung lieferte bereits im Januar 2022 der Quellcode der offiziellen PayPal-App für iOS. Entwickler Steve Moser fand in einer neuen Version der App entsprechende Codeschnipsel. Diese deuteten einerseits auf eine Integration des vor allem in China populären Neo-Coins hin. Andererseits aber auch auf eine Eigenentwicklung beziehungsweise auf einen offiziellen PayPal-Coin. Nur kurze Zeit später gab es dann auch die offizielle Bestätigung vonseiten PayPals und dessen Vize-Chefs für Krypto- und Digitalwährungen, Josè Fernandez. Im Zuge der Bestätigung kündigte Fernandez zudem an, dass PayPal bereits in der Planungsphase eng mit den verantwortlichen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten wolle.

Übrigens lässt sich bereits aus der offenbar geplanten Art des PayPal-Coins herauslesen, dass das Unternehmen an einer möglichst sicheren und somit ernsthaften Kryptowährung arbeitet. Demnach plant PayPal offenbar, einen sogenannten Stablecoin einzuführen. Dieser wäre direkt an den US-Dollar gekoppelt. Hierdurch sollte er mit nur geringfügigen Schwankungen möglichst immer dem aktuellen Wert des US-Dollars entsprechen beziehungsweise widerspiegeln. Sollte dies stimmen, wären extreme Kurssprünge wie bei vielen anderen Kryptowährungen bei einem PayPal-Coin nicht zu erwarten. Damit wäre der PayPal-Coin vor allem ein Zahlungsmittel und weniger eine spekulative Währung. Stablecoins haben sich außerdem bereits bewährt, etwa in Form des USD Coin (USDC), der ebenfalls am Wert des Dollars gekoppelt ist.

PayPals Krypto-Offensive: Nutzer aus anderen Ländern können jetzt schon mit Kryptos handeln und bezahlen

Prinzipiell kommt die Ankündigung für eine eigene Kryptowährung zwar durchaus überraschend. Andererseits ist ein eigener PayPal-Coin bei genauerer Betrachtung und aus strategischer Sicht für das Unternehmen wohl sinnvoll und daher auch nachvollziehbar. Zumal PayPal ohnehin seit geraumer Zeit ein großes Interesse am Krypto-Markt zeigt. So können jetzt schon Nutzer aus mehreren Ländern, etwa den USA oder Großbritannien, mit Kryptowährungen handeln und auch bezahlen. Beispielsweise mittels der sogenannten „Checkout with Crypto“-Funktion, mit der PayPal-Nutzer ihre Online Einkäufe mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen können. Handelsfunktionen mit Kryptowährungen wurden derweil schon im April 2021 in vielen Ländern in den Service integriert. Alles in allem passt es also sehr gut ins Gesamtbild, dass PayPal nun offenkundig auch einen eigenen Coin plant.

Deutschland steht noch hinten an 

Für PayPal-Nutzer aus Deutschland sind sowohl die bereits in vielen Ländern integrierten Krypto-Funktionen als auch die neue Kryptowährung von PayPal erst mal noch kein Thema. Allerdings dürfte es wohl außer Frage stehen, dass auch der deutsche und europäische Markt hier im Fokus steht. Zumal die Konkurrenz hier bereits ordentlich entwickelt und investiert hat. So sind nicht nur große Krypto-Börsen und Trader in Deutschland aktiv. Auch bereits etablierte Fintech-Unternehmen und etliche Neobanken bieten ihren Nutzern entsprechende Möglichkeiten im Bereich des Krypto-Handels und für das Bezahlen mit Kryptowährungen an. So möchte beispielsweise mit N26 auch eine der aktuell in Deutschland erfolgreichsten Neobanken noch 2022 den Handel von Kryptowährungen auf ihrer Plattform ermöglichen.

Sehr wahrscheinlich ist, dass sich PayPal diese Vorgänge sehr genau ansieht. Hier geht es letztlich auch um die nötige Rechtssicherheit und um die Regulierung. Vor allem der letzte Punkt, die Regulierung, dürfte vielen Anbietern inzwischen Sorge bereiten. So möchte allen voran die EU die Kryptowährungen an die Leine nehmen. Mit dem Ziel, die Transparenz der Kryptos zu erhöhen. Besonders die Anonymität bei Bezahlvorgängen und der generellen Nutzung der Kryptowährungen ist hier vielen Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Anfang Dezember 2021 kam dann auch prompt eine offizielle Mitteilung der EU-Länder. In dieser teilten sie mit, sich auf neue Regeln für Transaktionen mit Kryptowährungen geeinigt zu haben. Zwar haben die geplanten Regeln vor allem die Geldwäsche im Blick. Weitere Regulierungen sind aber natürlich dennoch nicht ausgeschlossen.

Schon Facebook ist mit einem eigenen Stablecoin gescheitert

Ein Scheitern des PayPal-Coins lässt sich übrigens nicht unbedingt ausschließen. Immerhin sind schon andere Tech-Riesen an dem Vorhaben gescheitert, eine eigene Kryptowährung zu etablieren. Das prominenteste Beispiel ist Meta beziehungsweise Facebook. Eigentlich wollte Facebook mit dem Stablecoin „Diem“ eine eigene Währung auf den Markt bringen. Anfang Februar gab es dann jedoch die offizielle Bestätigung, dass Facebook die technische Grundbasis von Diem an eine Bank verkauft und das Projekt somit auf Eis gelegt hat. Am Ende war der Widerstand wichtiger US-Regulierungsbehörden, hier vor allem seitens der US-Notenbank Fed, zu groß.

 

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