Anleitung: Eigene Webseite, Blog oder Fanseite erstellen

Immer mehr Internetuser haben sich dazu entschlossen eine eigene Webseite, Blog oder Fanseite bereitzustellen.
Die Möglichkeiten für die Erstellung einer Homepage sind inzwischen sehr vielfältig. Welche Variante ist die günstigste, welche die sinnvollste und von welcher Variante sollte man die Finger lassen? Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten da die Entscheidung der richtigten Variante von vielen Faktoren abhängig ist.

Langfristig gesehen sollte man jedoch auf bestimmte Angebote verzichten und lieber gleich eine anständige Webseite auf die Beine stellen. Zuerst möchte ich die verschiedenen Varianten ansprechen und ein paar Worte dazu schreiben. Am Ende dieses Artikels werde ich meine Empfehlung aussprechen. Auch findet ihr am Ende dieses Artikels weitere nützliche Links zur Erstellung einer eigenen, professionellen und kostengünstigen Webseite.

Domainwahl / Webadressenwahl

Bevor ich die einzelnen Möglichkeiten erläutere, möchte ich ein paar Worte zur Domainwahl schreiben. Wer einen privaten Blog oder eine eigene Fanseite erstellen will kann sich durchaus für Subdomains entscheiden wie beispielsweise blogspot.com. Hier kann man sich einen eigenen Namen aussuchen und die gewünschte Webadresse wäre dann http://wunschname.blogspot.com und somit eine Subdomain.

Wer es professioneller aussehen lassen will oder eine Unternehmenswebseite benötigt sollte jedoch darauf verzichten und eine eigenen Top-Level-Domain registieren wie beispielweise www.WUNSCHNAME.de

Die gewünschte Domain kann man bei einem Hostinganbieter registrieren.

Hostinganbieter

Grundsätzlich kann man die Preise und Angebote einfach vergleichen und sich für einen Anbieter entscheiden. Genauer betrachtet gibt es jedoch auch bei gleich erscheinenden Angeboten gravierende Unterschiede die beachtet werden sollten. Eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten sollte man sich immer genau überlegen. Zwar kommt man bei diesen Angeboten oftmals günstigere Angebote, allerdings kauft man hier auch die Katze im Sack ;-) Wer hier also auf der sicheren und günstigeren Seite sein will sollte nur auf Anbieter mit einer mindestvertragslaufzeit von 1-3 Monaten zurückgreifen. Weiterhin sollte man die Möglichkeiten eines Anbieters genauer unter die Lupe nehmen. Wer sich für bekannte Hoster wie 1&1 oder Strato entscheidet sollte wissen das diese Anbieter auf Masse aus sind. Dabei leidet nicht nur der Support sondern auch die Performance. Man teilt sich mit sehr vielen anderen Kunden einen Server. Ist also ein Kunde dabei der viele Besucher hat und den Server stark beansprucht, leiden alle anderen Webseiten die auf demselben Server liegen. Es gibt noch einige weitere Punkte die gegen diese Anbieter sprechen, aber das würde sicher den Rahmen sprengen ;-)

Um das ganze zu vereinfachen empfehle ich den Hostinganbieter Allinkl.com bei dem auch ich einen Großteil meiner Webseiten hoste. Verträge können bis zum Monatsende gekündigt werden und der Support arbeitet sehr schnell und entgegenkommend. Einfach ein super Service.

Baukasten-Homepages

Jeder kennt die Angebote aus der Werbung wie beispielsweise von 1&1 den 1&1 Do-It-Yourself Homepage Baukasten. Im Gegensatz zu früher sind das Angebot und die Möglichkeiten dieser Variante stark gestiegen und inzwischen gibt es recht viele Internetuser die derartige Angebote nutzen. Für den privaten Bereich sicherlich eine Möglichkeit erste Erfahrungen zu sammeln. Für den Business Bereich rate ich jedoch ganz klar von solchen Angeboten ab. Die Möglichkeiten dieser Angebote sind in den vorgegebenen Funktionen stark eingeschränkt und können den meist speziellen Bedürfnissen eines Unternehmens nicht angepasst werden. Man braucht zwar keine Programmierkenntnisse und kann eine fertige Homepage in wenigen Schritten erstellen, jedoch basieren diese Angebote auf hauseigenen Systemen. Möchte man sich später also weiterentwickeln fängt man wieder von vorne an. Auch die Desingvorlagen sind beschränkt und können nicht individuell verändert werden. Die monatlichen Kosten von Homepage Baukästen sind zwar überschaubar, aber auf längere Zeit betrachtet sicherlich nicht unbedingt auch kostengünstig.

Wer diese Variante dennoch bevorzugt findet am Ende des Artikels ein paar Links zu den bekanntesten Anbietern.

Professionelle Webdesigner

Wer sich für einen professionellen Webdesigner entscheidet, kann davon ausgehen eine dicke Rechnung zu bekommen. Man sollte bei der Wahl des Webdesigners einige Punkte beachten. Inzwischen gibt es viele die sich als Webdesigner ausgeben aber eigentlich nur mit Vorlagen arbeiten. Das dafür kassierte Geld ist das Ergebnis sicher nicht Wert. Wer sich als professioneller Webdesigner ausgibt sollte auch professionell arbeiten. Das Design sollte entsprechend den wünschen des Auftraggebers erstellt werden. Ein professioneller Webdesigner sollte zeitgemäß arbeiten und dem Kunden im Voraus alle Möglichkeiten aufzeigen. Auch sollte dem Kunden für mindestens 12 Monate Support zur Verfügung stehen. Schaut euch im Voraus die Referenzen an. Unterscheiden sich die Webseiten oder sehen alle irgendwie gleich aus. Gibt es besondere Features die eingebaut wurden oder findet sich immer der gleiche Aufbau?
Holt euch mehrere Angebote von verschiedenen Webdesignern ein und vergleicht diese bevor ihr euch für einen entscheidet.

Eigene mit WordPress oder Joomla

Die für mich sinnvollste und langfristig effektivste Lösung ist eine eigene Webseite mit WordPress oder Joomla zu erstellen. WordPress ist eigentlich eine Software zur Verwaltung eines Blogs, aber hat sich in den letzten Jahren stark zu einem CMS (Content Management System) entwickelt und wird weltweit bereits von über 30 Millionen Usern genutzt. Joomla ist ein CMS.

WordPress und Joomla stehen kostenlos in unzähligen Sprachen zur Verfügung. Zur Nutzung und Installation sind keine Programmierkenntnisse erforderlich.

Die Möglichkeiten sind schon sehr umfangreich und es stehen unzählige Designvorlagen (Themes) zur Verfügung. Sowohl kostenlose als auch Premium Themes gibts es tausendfach. Diese können auch verändert bzw. angepasst werden.

Neben den Themes gibt es noch sogenannte „Plugins“. Anhand von Plugins kann man die eigene Webseite in nur wenigen und einfachen Schritten mit diversen Funktionen erweitern. Derzeit stehen weit über 5000 Plugins zur Verfügung.

Beispiel für ein Plugin: Du möchtest deine WordPress Webseite für Suchmaschinen optimieren damit diese besser gefunden wird. Egal ob SEO Experte oder ahnungsloser Neuling. Hierfür gibt entsprechende Plugins wie das WPSeo Plugin. Dieses muss man einfach installieren, wahlweise ein paar Einstellungen vornehmen und das wars. Kinderleicht und ohne SEO-Kenntnisse möglich.

Spezielle Wünsche kann man dann von einem Programmierer vornehmen lassen. Auch kann das Design jederzeit wieder geändert werden.

Übrigens: WordPress bietet schon sehr viele responsive WordPress Themes an. Die Seite www.ideecon.com nutzt beispielsweise ein responsives Webdesign welches sich dem Endgerät des Betrachters anpasst. Zur verdeutlichung öffnet diese Webseite mal mit einem iPhone oder iPad und schaut wie sich das die Design anpasst, oder verkleinert mal euer Browserfenster ;-) Durch responsives Webdesign spart man sich eine seperate Webseite für mobile Endgeräte oder eine Facebook Fanpage. Sehr schöne und kreative responsive WordPress Website Themes findet ihr unter www.wpresponsive.com

HILFE
Wer WordPress noch gar nicht kennt und sich mal den Adminbereich anschauen möchte kann diese bei unserer DEMO Installation anschauen. Die Demo hat 3 Themes zur Verfügung. Einfach mal testen und ausprobieren ;-)

Um zum Adminbereich der Demo Installation zu gelangen einfach hier klicken: ADMINBEREICH

Dort bitte folgende Zugangsdaten verwenden:

Benutzername: demo

Passwort: passwort

Um zu sehen was die Änderungen bewirken folgende Seite besuchen: http:// demo.ideecon.com

Weiterführende Links:

Eigene Facebook Fanpage erstellen in 5 Schritten
Google+ Firmenseite (Fanpage) erstellen – So geht´s

WordPress Themes:
Responsive WordPress Themes – Webseite & Fanpage in einem
Elegantthemes – sehr günstiges Paketangebot mit sehr unterschiedlichen Themes
Themeforest – Auswahl über 1 Millionen Items für die eigene Webseite

Webhosting Anbieter:
Allinkl.com
1&1 Webhosting
Netclusive Webhosting

Baukastenhomepage Anbieter:
1&1 Do-It-Yourself

Admin Foto

Hallo, ich bin Lars, IT-Systemkaufmann und Wordpress Fan aus Deutschland. Ich arbeite im Bereich Social Media und Webdesign. Mein größtes Hobby sind meine Kinder die ich über alles liebe und mit denen ich jede freie Minute verbringe. Du findest mich hier: Google+

6 Fragen & Antworten
  1. antworten
    Core Design Studio 8. Januar 2013 um 13:56

    Das ist wirklich mal eine tolle Anleitung. Ich denke, damit können Laien sehr gut was anfangen. Oftmals gibt es Anleitungen zur eigenen Webseite oder Webdesign, die nicht einmal der Profi versteht ;-) Wünsche ein guten Start ins neue Jahr 2013. VG Mario

  2. antworten
    Angelika 11. September 2013 um 15:42

    Hallo Lars, vielen Dank für Deine Informationen. Sie sind wirklich sehr interessant.

    • antworten
      Wolfgang Beck 19. September 2014 um 15:54

      Hallo Lars, eine wirklich sehr gute Anleitung!!! Vielen Dank

  3. antworten
    Vikke 16. Januar 2015 um 11:54

    Also ich bin mit Strato eigentlich sehr zufrieden, vor allem der Support ist gut. Leider bezahlt man das auch mit einem hohen Preis. Eine Domain ummelden oder sonstwas kostet dann schon mal 15,- Euro extra.

  4. antworten
    Manuel 18. Juli 2015 um 17:56

    Ich habe WordPress für das Erstellen meiner Seite gewählt.

  5. antworten
    Katja 30. Dezember 2015 um 15:11

    Hallo! Herzlichen Dank für die Anleitung!

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